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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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thums. und des Beſikes. Dieſe Furcht war allerbingsauch gegründeter, als bei uns; denn als die Perikles und Lukulle in, Athen und Jom Villen zu bauen und Ländereien von drei bis fünf Meilen in der Runde in Gävten 'und Parke zu verwandeln begannen, da ver? ſchwanden die freien und rüſtigen Männer vom Lande, und- einzelne ſardanapaliſhe Bürger zäSlten die Sklaven nicht nach Hunderten, ſon- dern nach Tauſenden, ja endlich gab es deren, welche zwanzigtauſend bis funfzigtauſend Häups-| ter- zählten? Kurz, das Reſultat, worauf die alten Geſchihtſchreiber und Staatslehrer auch immer hinweiſen, war, daß mit der Vernach- läſſigung der alten Feldgeſeße und mit der Zu- ſammenlegung vieler kleinen AFerlooſe zu ei-| niven großen Gütern die Tugend, die Freiheit,. die Stärke des Staats unterging. Jenes Sparta, welches immer blutig und unmenſch- lich, aber immer tapfer und gewaltig für eigne Freiheit gefochten und fremde Freiheit zerſchmete tert hatte, vergaß endlih auch Lykurgs und ſeiner Geſetze, hatte Gold für Eiſen, und Her- ren für Freie" Hünderte beſaßen'als übermü- thige Wüſtlinge, worauf" einſt Tauſende als mäßige Freie gelebt hatten. Dieſer Staat der leiblich gebildetſten Freien und der troßigſten. Krieger endigte mit einem kleinen Tyrannen, verſanf dann in den verſchlingenden Abgrund Roms, und hinterließ in ſeinen Thälern und auf ſeinen Bergen tüiſche und treuloſe Ban?