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ſtenthums unſrer Zeit nicht nur erlaubt, ſon- dern ſogar geboten wird; ſo' habe ich etwas gefunden, worauf alles Folgende ſich' gründen, und woran ſelbſt das ſich hängen mag, was zeitlich und drtlich ſcheinen mögte.;
Die Einrichtung, wodurch die Völker der alten Welt,- die nicht deſpotiſch regiert wurden, ihre Freiheit und das Gleichgewicht des Staats zu ſichern ſuchten, war AFergeſeße(leges agrariae)« Dieſe Acker- oder Feldgeſeße fin- det man von den nicht ganz deſpotiſch beherrſch- ten Aegyptern und Juden herab bis zu den glülicheren Völkern Griechenlands und Jta-
- liens; ſie findet man nach„Cäſar und Tacitus
ſogar bei unſern Altvordern, den Germanen? denn. dieſe tapferen und ſtarken Weltbefreier und Zeitverjünger, wenn die Freien ihrer ver? ſchiedenen Gauen einen Bezirf einige Jahre ausgebaut hatten, legten dieſen wieder zu Weide, nahmen dann ein friſches oder ausgeruhetes Stü> Land, und theilten es gleich unter ſich,
nach. der Zahl ihrer Köpfe. Jn den glücliz
hen und glorreichen Zeiten dieſer Staaten wur? den die jedem Bürger, oder Mitgliede der Ge-
ſellſchaft zugetheilten AFerlooſe untheilbar be-
hauptetz ja, ſo ſtreng war das Geſeß der Gleich heit, daß auch dem Reichſten ein höchſtes Maaß
Feldes beſtimmt war, über welches hinaus er
nicht erwerben. noch bauen durfte. Man wollte freie, wohlhabende und tüchtige Bürger habenz aber man fürchtete die Ungleichheit des Reich-


