= 20= 3
und ſeligen, in überirdiſhen und überſchwängy lihen Dingen hatten ſie nur Ahnungen und Vorſpiele von dem, was das Chriſtenthum uns nach langem Kampfe als Erfenntniß und Ge- wißheit gebracht hat. Dieſes Chriſtenthum und' der Geiſt, der dadurch in die jeßige Zeit ausgegangen, wird auch Freie machen, andere menſchlihere Freie, als vor zweitauſend und dreitauſend Jahren lebten. Jener troßige Ueber- muth auf Naturkraft, jene ſtolze Herrlichkeit, die aus dem Bewußtſeyn von Geſundheit und Stärke, die aus der Fertigkeit und Uebung der Leiber entſprangen, mußte vergehen; denn ſie war unmenſchlich." Was die Alten in hoher- Beſchränkung, in kühnem Maaße vollbrach- ten, das werden die Neuen in höherer Ueber- ſchwänglichfeit, in kühnerer Unermeßlichfeit des- Geiſtes haben. Aber die Zeit will Zeit haben, und dies veraltete Geſchleht muß erſt verge- 'Hen,;
So ſcheine iH den Alten neidiſch wieder zu nehmen, was ic€ ihnen eben freigebig zu? geſtanden hatte? Nein, nicht ganz. Man ſtellt die Dinge im Allgemeinen hin, wie ſie waren; aber'das Einzelne fann deswegen nicht weni? ger vortrefflich und lehrreich ſeyn. I< komme jeßt auf den großen Punkt, und zeige, daß die vorigen Worte keine vergeblichen waren. I< frage? durch welche Einrichtung vorzugs? lich waren die Alten ſo herrlich? und finde ich; daß dieſe Einrichtung durch den Geiſt des Chr>


