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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
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ger magnatiſch in den Gymnaſien ſpielen, zu Rath. ſißen, und fürdas Vaterland faullenzen, ' denfen und ſtreiten fonnten. Der Verſtand Hatte richtig geſehenund verwaltet, aber» das Gemüih hatte noch nicht geſprochen. Dieſes mußte früher oder ſpäter ſprechen, und, ſelbſt das Herrlichſte mußte a!s Gräuel verrufen werden.= So beſtand glorreiche Freiheit nez ben ſcheußlicher Knechtſchaft. Ja dies Beiſpiel der alten Dinge hat einige ſo bethört, daß ſie behaupten, ein wirflich freier und fühner Staat- Fönne nur beſtehen, wenn zwei Drittel der

Volksmaſſe zu richtigen; Knechten verdammt

würden, damit das übrige Drittel zu freien Uebungen, Arbeiten und Studien die Zeit habe. Unter dieſen iſt der berühmte Bürger von Senf. Wäre das, ſo mußte- freilich auf alles Freie verzichtet werden z; denn Gott behüte uns vor Staaten wie Athen, Agrigent, und Rom wei- land! Aber es iſt niht ſo. Wir. ſchwingen jeßt die Blißſtrahle der Jdeen, eine ewige, unz zerbrechliche Waffe, die uns kein Despot.:oder Pfaff weder entreißen ſoll noch kann. Dieſes Licht kann nicht mehr verlöſchen, und dieſes wird eine ſchöne<hriſtliche«Freiheit ſchaffen,

, die unvergänglich iſt, weil wir zeigen können,

und den, fünftigen Altern.noc< Heller werden

zeigen. können, wodurch"ſie. entſtand, worauf

ſie ruhet, und wodurch ſie beſteht. Das konn-

ten die Alten nichtz ſo herrlich verſtändig ſie

in irdſſ<en Dingen waren, DG gemüchlichem 2