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Der Bauernstand politisch betrachtet : mit einer Beilage / Ernst Moritz Arndt
Entstehung
Seite
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Fmpfundetn'ward 3, denn wäre es recht empfun? den, es hätte auch recht erfannt werden müſy ſen.;|| .: Sehen wir auf das, was man bis. jeßt Verfaſſungen und Geſeßgebungen genannt hat, ſo entgeht es. Keinem, der einigermaßen: weiß, was vormals auf Erden geweſen und. geſc<e? Hen,»daß wir gegen: die, gebildeten Völker des ' Alterthums wie, große Kinder, wie halbe Bar? baren ſtehen. Sie wußten bei ihren Staaten :doch,;: was ſie: wollten z wir haben. kaum daran gedacht, und der baare: Zufall, oder givFlicher zuweilenein unbewußter Trieb von innen, der als Erſcheinung auch nur Zufall. war, hakt ' uns europäiſchen; Völkern das Schlechte und Gute: gebracht, wie wir es eben haben.Und ſeitdem wir angefangen, mehr. darüber zu den? ken, ſeit funfzig; ſechszig Jahren, welchen Un- finn, welche Narrenproben, und Gräuelverſu- <He haben wir durchgemacht, ſo toll und blu? tig, daß die Freunde des Despotismus ſogär meinen, es ſei ſo weit gefommen, daß die- Herlichen und ſcheußlicgen Proben uns Frei- heit, Geſeßlichfeit, und was dazu gehöre, auf zümmer verleidet hätten.=- Gottlob! ſo weit iſt. es doch noc< niht, Dank teutſcher Kunſt -und Vernunft. Cs. wird auch dieſe Nachzeit jener Greuel verfließen, und die leuchtenden Ideen? Staat, Vaterland,|Geſeß, werden als verklärte Genien zur. Freude des menſchlichen Geſchlechts daraus hervorſieigen.