Druckschrift 
Versuch eines Beweises, daß die Pferderennen in England so wie sie jetzt bestehen, kein wesentliches Beförderungs-Mittel der bessern edlen Pferdezucht in Deutschland werden können / von C.F.W. von Burgsdorf Königlicher Landstallmeister von Ostpreußen und Litthauen ...
Entstehung
Seite
117
Einzelbild herunterladen

Sorgfalt und eine genaue Kenntniß und ſen'das Rennpferd hier zu einer größern Vollkommenheit als in irgend.einem andern Theile der Welt gebracht. haben, ſo iſt dieſes doch immer nicht ihr vaterländiſcher'Boden,= Er glaubt nicht, daß ein engliſches Zugpferd länge in Arabien leben, viel weniger ſeine Gattung verbeſſern würde; es würde ſich da ſchneller verkleinern, als ſich das arabiſche Blut hier vergrößert, weil die Verſchiedenheit des Zuſtandes weit grö- ßer ſeyn würde; deun wir können das Fehlende durch wärme Ställe und Deen, beſſeres Futter, größere Sorgfalt und Bequemlichkeit, als die Leßteren in ihrem Vaterlande haben,

Liebe zum Rennwe-

erſeßen, wo(was auch dagegen geſagt worden ſeyn mag) dieſe, er kann es bezeugen, nichts von ſolcher Sorgfalt oder Futter erhalten, als wir in dieſem Lande für das gemeinſte Pferd nothwendig erachten,= indeſſen iſt es nicht zu be- zweifeln, daß eine ſchlechtere Pferdegattung, welche dort le- ben und ſich fortpflanzen könnte, ſich auch(ohne Vermi- ſchung mit einem andern Geſchlecht) fortſchreitend im Blute eben ſo verbeſſern würde, als die aus jenem Klima bei ei- nem ähnlichen. Wechſel ausarten würde,= oder in demſel- ben Verhältniß der natürlichen Tendenz einer jeden Oetrtlich- keit gewiſſe Eigenſchaften bei dem Einen zu erzeugen, und ſie beim Andern zu vermindern.=- Er wird nun eine hinläng- liche Anzahl von Beiſpielen anführen/ um die außerordentli- <en Vorzüg2 des arabiſchen und. ausländiſchenBlutes ge- nügend zu erweiſen, und darzuthun: daß daſſelbe mehr oder weniger ohne Unterſchied die beſtenRennvferde erzeugt Hat,

die wir je beſeſſen;=