Wie groß die Vorſicht ſeyn müſſe, um''nicht durch die Stimme ſo Vieler in unſern Zeiten irre geführt zu werden, ergiebt ſic auch bei der Ausübung meines Amtes als Pfer- dezüchter. Dazer iſt mir mein Grundſaß, als Eklectiker zu handeln, auF) immer der nußbarſte geweſen.
Seit 37 Jahren gehöre ich meinem Fache, aber gewig nicht ſeinem alten Schlendrian an, Sehr gern habe ich gez lernt und lerne auß) noch. Mannigfache Verſuche habe ich ſowohl hinſichts der Paarung als der Ernährung des edlen Pferdes angeſtellt, und dabei auch, manche von der Natur gezogene Grenzlinie gefunden. In dem mir anvertrauten hieſigen Königl. Haupt- Geſtüt von 70 Mutterſtuten des edel- ſten Reitſchlages, 50 des Hunterſchlages, und 480 des Wa- genſchlages, alſo von 300 Mutterſtuten, habe ich Tauſende von edlen und veredelten Pferden ſelbſt gezogen, die nach dem Zeugniſſe meines Vaterlandes ihrer Beſtimmung wohl entſprochen 3 dadei iſt dieß Geſtüt, indem es auf den Aer- bau ſeiner Fluren baſirt iſt, und auf ſeinen zwölf Vorwer- ken Koppelwirthſchaft treibt, ſehr wahrſcheinlic eins der wohlfeilſten landesherrlichhen Geſtüte in Europa, Yuch bin ich von Privat=Geſtüten umgeben, von denen mehrere aus 30, 40, 50," 60 Mutterſtuten beſtehen, Beſonders leite ich auch ein Landgeſtüt von 250 Beſchälern Trakehner Zucht, welche noch im abgewichenen Jahre auf 130 Stationen in Litthauen und Oſtpreußen vertheilt, 12,823 Landſtuten bedeckt haben, wovon im Frühjahre noch 8,413 tragend nachgewie-
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