Druckschrift 
Versuch eines Beweises, daß die Pferderennen in England so wie sie jetzt bestehen, kein wesentliches Beförderungs-Mittel der bessern edlen Pferdezucht in Deutschland werden können / von C.F.W. von Burgsdorf Königlicher Landstallmeister von Ostpreußen und Litthauen ...
Entstehung
Seite
27
Einzelbild herunterladen

da DE aw

ag em dn AST 5:<==.

en 2000

der Sprunggelenke und Feſſeln, fo wie durch die Erſchlaffung der Kapſelbänder an den Köten und durchgehende Gallen 2c.

Als wahrheitsliebender Mann kann ich verſichern, daß ich zweijährige Rennpferde in die Rennbahn eintreten ſah, denen man den ſchwachen Huf, um ihn zuſammen zu hal- ten, mit dünnem aber ſehr zähen ſchwarz gefärbten Bindfa- den äußerſt künſtlich umwidelt, die Kötengelenke aber mit Flor von der Farbe ihre3 Haares feſt umwunden und die Enden vernähet hatte.;

Der hohe Weidepkaß mit kurzen kräftigen Gräfern be- ſetzt, müſſen im Sommer, der geräumige Stall und Tum- melplaß im Winter die Arena ſeyn für das edle Füllen bis zum vierten Jahre; Hafer oder Gerſte, Stroh und Heu muß dabei gereicht werden, dann wird es wachſen und ſich ſtärken, und muthig fich tummeln mit ſeinen Gefährten. ' Dies iſt nun einmal erfahrungsmäßig die Uebung, welche mit der Natur und Entwickelung des Füllens gleichen Schritt hält. So geſchah es früher auch in England, und dieſe Me- thode gab die noch nie wieder erreichten alten engliſchen Ren- ner, die noch dazu allergrößtentheils Mütter hatten, welche = nie frainiret worden waren. Am Schluſſe dieſes ſol- len mehrere dergleichen namentlich aufgeführt werden,

Nach. dem Herbſtrennen im nördlichen England war ich noch kurz vor meiner Abfahrt aus Hull in den Trainirſtällen zu Richmond und Middlehbam, und ſah nun daſelbſt, viele verhißte, ja buchſtäblich wahr, entmarkte junge Renner, welche ſo eben von der Rennbahn abgetreten, in ihr Winter- lazareth eingezogen waren. Sie gingeu wie auf Stelzen, und

| | | N | ||