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Versuch eines Beweises, daß die Pferderennen in England so wie sie jetzt bestehen, kein wesentliches Beförderungs-Mittel der bessern edlen Pferdezucht in Deutschland werden können / von C.F.W. von Burgsdorf Königlicher Landstallmeister von Ostpreußen und Litthauen ...
Entstehung
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ner des Derby- Stake für die dortige Nachzucht vielverſpre- chend waren.- Aber wahre Race- Carricaturen(Überfein mit krummen Vorderbeinen) voller Fehler(beſonders Spat und Haſenhake, leßtere wahrlich faſt allgemein) und jung ſchon

als entkräftet zurügetreten in ein ſieches Leben, nun aber

zur Zucht beſtimmt, fand ich überall.

Ih reiſete dann no< 4 Wochen, ſah wiederum ſehr viele Pferde, und im Ganzen waren ſie nicht anders. Au- ßer Moses, Lapdog, Bachel, Babel, Governeſs, welche wenn gleich nicht vollfommen, ſo doch die beſten fehlerfrei- ſten Pferde in England, jeßt aber theils noch zu hoch en- gagiret, theils noch nicht verkäuflich ſind, würde ich es nicht übernehmen, noch vier ſolche Vollbluthengſte, als His- Gra- ce; Portland, Whalebone und Watermann, die ih end= lich noch erfauft habe, abermals aufzuſuchen. Selbſt höchſt Felten fand ich ein nur etwas ausgezeichnetes Füllen. Ich mußte mich dazu entſchließen, dieſe wenigen Pferde, von alten beſſern mir bekannten Eltern gefallen, in ihrem jugend= lichſten Alter zu wählen, um dadurch den Folgen ihrer ei- genen Entartung und Entkräftung auszuweichen, cbwohl auch ſie ſchon über die Gebühr viel gebraucht, alſo ſehr ge- ſchwächt waren, jedoch nicht in dem Grade, daß meine Er- fahrung mich nicht hätte hoffen laſſen ſollen, ſie würden, da ihre Wachsthums-Stillſtandsperiode noch" nicht eingetre- ten iſt, bei einer zwe&gemäßen Behandlung ſich noch vor- theilhaft entwi>eln, Jeßt ſindſie beinah 7 Monate in mei- ner Hand, und ihre Entwickelung iſt denn auch augenſchein- lich fehr hoffnungsvoll vorgeſchritten, jedoch noch nicht voll-

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