Druckschrift 
Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen

$. 82, Wirkung zwischen vier StoBen. 329

vermittelst der Neutralitätsverbältnifse gemessen wer- den können.Denn wenn bei der Vermischung neu- traler Salze nie eine Zersetzung durch Verwand- schaftskräfte erfolgen kann, so müssen alle neutrale Verbindungen, ohne alle Ausnahme, gleiche Säuti- gungsverhältnilse haben. Haben sie diese, so müs- sen z. B. die chemischen Massen, von Schwefelsäure und Salpetersäure, durch welche ıoo Gran Kali neutralisirt werden, gleich" seyn;-und wenn sie gleich sind, so müssen sich ihre respectiven Verwandschaf- ten gegen, Käli, verkehrt* wie ihre Gewichte verhal- ten. Hier schliefst sich ferner der gröfste Theil der Bemerkungen an, die ich oben$. 229 ff. vorgetra-

gen habe,

93. Die Bemerkungen des vorigen$. führen fer- ner auf neue Mittel unsern Satz,. und durch ihn die Richtigkeit der ganzen neuen Theorie durch Ver- suche zu prüfen. Denn wenn man durch genau be- stiminte Neutralitätsverbältnifse, die Verwandschaft aller Säuern und Alkalien kennt, so ist man im Stan- de die chemische Masse yon jeden Gewicht einer Säure oder Grundlage zu bestimmen. Kann man diefs, so ist es möglieh Versuche über alle Sätze, nicht blofs bei neutralen Mischungen, sondern unter allen beliebigen Sättigungsverhältnifsen anzustellen, wodurch offenbar die ganze Theorie auf sehr man-

nigfaltige Art wird geprüft werden können, 84. Wenn zwei Salze von ungleichen Sättigungs-

verhältnifsen vermischt: werden, so ist in einem der

22

re wur- PB ne>>- ur Y z®