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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
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318$. 69. Wirkung.zwischen. drei Stoffen,' v

69. Wir bemerken blofs im allgemeinen, dafs sich die modificirenden Kräfte unter folgende Titel brin-

gen lassen;

I Cohaesionskräfie(wohin auch Unauflöslichkeit gehört), die jedem einzelnen der drei Sıoffe 4, B, C, oder den aus ihnen möglichen Verbindungen 4B, AC und BC, nach Malsgabe ihrer Mischungs- verhältnilse($. 4044.) eigen seyn können.

N) Elastieitäten, die wiederum die einzelnen Stoffe oder ihre Verbindungen, vor der Mischung haben, oder durch dieselbe erlangen können,

II). Die: Wärme, welche: vielleicht blofs die bei- den vorigen Kräfte mogifcirt, vielleicht auch durch eine eigene Verwandschäftskraft auf die Stoffe, und ihre Verbindungen wirkt($, 45 51.);

IV) Endlich gehören dahin auch solche Yerwand- schaftskräfte die bei, dem allgemeinen. Grundsatz nicht in Betrachtung gezogen worden,_ Denn oben($. 62 66.) blols die beiden Verwandschaf- ten von B ünd C gegen die Unterlage betrachtet worden, so ist klar, dafs ı) auch zwischen B ünd C selbst eine Verwandschaftskraft wirksam seyn könne; und diese Kraft ist es ohne Zweifel der wir die- Ent- stehung aller Tripelsalze verdanken, obgleich auch da, wo wirklich, nur, Doppelsälze entstehen, diese Kıaft nicht ganz mülsig ist, indem von'ihr hauptsäch= lich die unkrystallisirbaren Rückstände herrühren,; welche(in Fällen der sogenannten eihfachen Wahl-,

werwandschaft) itumer, zerflielsbare Tripelsalze sind: