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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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$. 69. Wirkung zwischen drei Stoffen.(319

2) Besonders aber gehört hierher noch die Wirkung der Autlösungsmittel, welche wie Berthollet im neun- ten Abschnitt sehr richtig zeigt, allezeit durch ihre Verwandschaftskraft gegen die aufgelösten Stoffe wir- ken, und daber keine blofs passive Rolle spielen. 3) Befindet sich unter den Stoffen 4, B, C ein oder der andere zusammengesetzte Stoff, so können in ge- wissen Fällen auch die Grundverwandschalten seiner Bestandtheile eine Rolle spielen, wie dieser. Fall z. B. bei der Fällung der Metalle durch einander vorkommt*),

Diese- Bemerkungen bezeichnen wenigstens die schicklichste Ordnung, in welcher dieser Theil der

Theorie synthetisch vorgetragen werden könggge.

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*) Beiläufig bemerken wir hier noch, dafs die Auflösung eines Metalls in einer Säure unter den Fall der einfachen Wahlverwandschaft gehört: denn der Sauerstoff der Säu- re, oder des Wassers theilt sich zwischen dem Mesall, und dem Grundstoff der Säure, oder des Wassers, wor- aus sich mit Rücksicht auf die Elasticirtäten der dabei vor- kommenden Stoffe, alle Erscheinungen leicht erklären lassen. Dagegen gehört die Auflösung eines Metalloxyds in einer Säure, wenn keine Veränderung in der Oxyda- tion vorgeht, in den Abschnitt von der Einwirkung zwei- er Stoffe auf einander, indem sich hier die Säure und das Oxyd, wie einfache Stoffe verhalten.