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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
311
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& 62. Wirkung zwischen drei Stoffen, Zıı

Wir werden sehen, dals dieses Grundgesetz nichts als eine nothwendige ‚Folge der Erklärungen und Lehrsätze ist, die wir im vorigen über a

schaft aufgestellt haben.

63. Das bleibende Glied der Verbindung 4, nennt Berthollet sujet de la combinaisen, welches wir in der Uebersetzung durch Unterlage der Ver- bindung ausgedrückt baben.' Man vergleiche die

Zusätze zu 1, 5. p."8-

64, Der Beweis unsers Lehrsatzes(62.) läfst sich auf folgende Art führen: I, Man nehme an, dafs der Unterlage 4, ı) gleiche Theile von B undgC entgegenwirken, 2) dafs die Verwandschaft der bei- den Stoffe B und C gegen 4 völlig gleich sey*), 7) dals aufser diesen beiden Verwandschaftskräften weiter keine Nebenkraft mitwirke. Unter diesen Voraussetzungen wird A durch die gleichen Kräfte von B und C auf völlig gleiche Art beschäftigt, der irfolg kann also kein anderer seyn, als dals 4 sich selbst, oder seine Wirksamkeit zwischen B und gleich vertheilt. Bezeichnen wir also die gesammte Kraft welche A ausübt, durch den Buchstaben a, so

wird durch B sowohl als durch C, 3@ gebunden.

II. Man seıze alles wie unter I., nur sey von B

noch einmal soviel vorhanden als von C, so mufs in

*) Der Fall ist vielleicht in der ganzen Natur nicht wirk- lich;, aber zu einem Beweis aus Begriffen ist die blols« Denkbarkeit hinreichend.