Druckschrift 
Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
308
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508$. 59. Wirkung zwischen zwei Stoffen,

58. Ohngeachtet sich aber in der That, die Er- scheinungen der abgeleiteten Verwandschaft, in den meisten Fällen durch Betrachtungen dieser Art, sehr ungezwungen erklären lassen, so dürfte doch dieser Theilder Theorie, noch anderweitiger Aufklärung bedürfen. Denn mit eben dem Rechte, mit wel- chem man behaupten kann, dafs die Verwandschaft der zusammengeseiztenStoffe, ein Resultat von den Verwandschaften ihrer Bestandtheile sey, mit eben dem Rechte kann man behaupten, dafs die Cohae- sionskraft, oder Elasticität, oder das specifische Ge- wicht, oder, mit einem Worte, jede Eigenschaft ei- nes zusammengesetzten Stoffs ein Resultat von den Eigenschaften seiner Bestandtheile sey. Betrachtet man. aber die gänzliche Veränderung aller Eigen- schaften, welche z. B. der Sauerstoff und ein Metall

durch ihre Verbindung leiden, so wird man einräu-

men müssen, dafs es nicht leicht seyn könne diese.

‚Veränderung zu erklären, Auch hier wirken viel- leicht gewilse Stoffe mit, die ‚sich unmittelbar. allen unsern. Sinnen, entziehn,;

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