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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
307
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$. 56. Abgeleitete Verwandschaft, 3oy,

Aus diesem Grunde kann also in der tropfbaren Schwefelsäure allerdings eine: Verwandschaft sehr ‚Wirksam ıseyn, die in dem elastischen Sauerstoff, und in. dem festen Schwefel sehr schwach, oder ganz

unwirksam ist. R

Die unvollkommne, Schwefelsäure zeigt bei weis ten nicht die starke Anziehung zum Wasser, weil sie selbst für sich gasförmig ist, aber sie zeigt doch mehr Verwandschalft, als ihre beiden Bestandtheile, weıl in ihr die Cohaesionskralt des Schwefels ver: Hichtet ist,

57. Entgegensesetzte Umstände werden eine entgegengesetzten Erfolg hervorbringen, Daher müs sen z. B. alle krystallisirbare Neutralsalze im fesien ‚Zustand unwiiksamer seyn, als ihre Bestiandtheile; im flüfsigen Zustande aber verliert ihre Wirksamkeit durch die Krafı, die sie Auf das Aullösungsmittel verwenden.

58. Man sieht dafs der Hanptpunkt auf welche man, nach Berthollet, bei Beurtheilung einer abge: leiteteri Verwandschaft, seine Aufmerksamkeit rich= ten, mufs; der Aggregatzustand ist; in welchem.sich die Bestandtheile vor und nach ihrer Verbittdung befinden; Doch werden die Grundverwändschaften noch durch mehrere ändere Umstände modiheirt, welche Berthollet im ı4ten Abschnitt umständlich durchgeht, und im ı5tem Abshnitt$; it,(8: 192,£&) Summarisch vorlegt: