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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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306$..56. Wirkung zwischen zwei Stoffen.

bemerklich zu machen, Auf welche Art erhält die vollkommene Schwefelsäure ihre'starke Verwand- schaft zum Wasser, da der Schwefsl gar keine, und der Sauerstoff fürısich sehr wenig Verwandschaft

zum Wasser zu haben scheint?

Berthollet bemerkt zuerst, dafs wahrscheinlich jede zwei Stoffe Verwandschalt gegen einander ha- ben, ob sie gleich in vielen Fällen sich unserer Wahrnehmung entziehen kann. In unserm Fall ist es allerdings denkbar, dafs Schwefel und Wasser eine nicht unbheträchtliche Verwandschaft gegen ein- ander haben können, indem sich begreifen läfst, dafs ihre Verbindung unter allen Temperaturen Hinder- nifse in, dem Aggregatzustand beider Körper findet. Unter dem Frostpunkt sind ‚beide fest; über dem Frostpunkt ist es wenigstens derSchwefel, und in der Temperatur, wo dieser tropfbar wird, ist bei dem gewöhnlichen Druck der Atmosphäre, das Was- ser schon in den elastischen Zustand übergegangen; lauter Umstände, ‚welche eine Vereinigung erschwe-

ren oder unmöglich machen können.

Yerner bemerkt Berthollet, ‚dafs, da sowolıl die Cohaesionskraft des festen, als die Elasticität des gasförmigen Zustandes die Verwandschaften schwä- chen, ja bisweilen ganz unwirksam machen können, jede Verwandschaft nothwendig an Wirksamkeit sehr gewinnen müsse, wenn der Stoff in dem sie ihren Sitz hat, in den tropfbaren Zustand versetzt wird.