Druckschrift 
Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
302
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502$. 50. Wirkung zwischen zwei Stoffen,

die Cohaesionskraft von 4A sehr stark(vielleicht gar bis zur Schmelzung, oder bis zur Verflüchtigung) vermindert. Hierin liegt ohne Zweifel der Grund, warum die unmittelbare Oxydation der unedlen Me- talle, ohne Ausnahme, durch die Wärme begünstigt wird. Besonders klar ist dieser Grund des Erfolgs bei solchen Metallen, die einer Verflüchtigung fähig sind, als Arsenik, Zink etc. Auch kann man hierher die unmittelbare Oxydation des Quecksilbers rechnen, deren sonderbare Erscheinungen Berthollet, so sinn= reich und ung+zwungen erklärt hat(Abs. XIJI$. 3.)

51, Besteht schon eine Verbindung 4B, zwi- schen einem festen oder auch trop/baren Stoff 4, in einem luftförmigen B, so ist die Elasticität ‚des letzten nicht als vernichtet, sondern nur als: gebun- den durch Verwandschaft, und durch die der Mi- schung AB eigene Cohaesionskraft, anzusehen, Die Wärme wird in diesem Fall allezeit eine solche Ver- bindung schwächen, indem sie die gebundene Elas- ticität vermehrt; und ‚die Cohaesionskraft von AB vermindert.. Es ist klar, dals es in den meisten Fäl- len einen Grad von Hitze geben könne, wo die Elasticität wieder das Uebergewicht über die gegen- wirkenden Kräfte erhält, dann muls eine unmittel- bare Zersetzung erfolgen. So kann die Kohlensäure aus ibre meisten Verbindungen durch blofse Hitze fast gänzlich abgeschieden werden, So lassen die edlen Metallen den Sauerstoff in der Hitze lalıren; so zersetzt sich selbst das Quecksilberoxyd; bei einer etwas grölsern Hitze als die, welche zu seiner Oxy« dation erforderlich ist; kiben dieses ist der Grund