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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
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$..49, Einfuls der Wärme, zox

letztere die grölsere, so erfolgt die Verbindung un- ter den oben$. 32s37. erörterten Erscheinungen, schon in der gewöhnlichen Temperatur,' Ist aber der Unterschied beider Kräfte gering, oder gar die Verwandschaft die kleinere, so ist klar, dafs, Erwär- mung die Arbeit begünstigen könne. Und zwar wird am desto mehr Wärme nöthig seyn, je stärker die Cohaesionskraft ist. Steigt die Wärme aber zu dem Punkt, bei dem die Flüssigkeit 4 siedet, so wird eine grofse Menge von 4 nöthig seyn, da ein gro- [ser Theil durch die Verflüchtigung verlohren geht, So mülsen reine Erden mit Säuern, und aufge- lösten Laugensalzen fast immer kochend. behandelt werden, Doch giebt es Fälle, wo selbst diese Hitze die Cohaesionskraft von B nicht überwältigen, also überhaupt keine Auflösung erfolgen kann, wie bei der Kieselerde

50. Wenn 4 fest, B hingegen luftförmig ist, so ist klar, dafs selbst bei der stärksten Verwandschaft doch nur eine langsame Einwirkung möglich sey; theils- wegen der Cohaesionskraft von 4, theils weil B nur mit sehr geringer chemischenMasse wirken kann. Die Wärme kann hier in gewifsen Fällen nachtheilig, in einigen auch vortheilhaft seyn. Nachi theilig ist sie, wenn sie die Cohaesionskraft von 4 wenig vermindert, und die Rlasticität von B stark vermehrt, Dieser Fall findet zwischen Kalkerde und Kohlensäure statt, deren Vereinigung, ohngeachtet einer nicht schwachen Verwandschaft, durch die Wärme, je stärker diese ist, desto mehr erschwert

wird, Vortheilhaft kann die Wärme seyn, wenn sie