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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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2300$. 48. Wirkung zwischen zwei Stoffen.

sie bei niedrigen- Temperaturen wenig, oder gar nichts auf einander, weil die Verwandschaft nicht vermögend ist, ihre: Cohaesionskräfte: zu. über- wältigen. Werden aber diese Cohaesionskräfte durch Hitze beträchtlichvermindert,$o.ist es; wohl möglich, dafs die Verwandschaft das Uebergewicht erhalte, und eine Schmeizung und Vereinigunger- folge. Daher die'bekannte ‚Erscheinung,- daß die einfachen Erden in gewilsen Verhältnifsen»

schmelzbar werden,

Ist einer der Bestandtheile für sich schmeizhen,. so ist ihre Vereinigung um desto leichter möglich. So vereinigt sich das unschmelzbäre Platin, mit Gold im Schmelzfeuer.

Sind beide Bestandtheile schmelzbar, so wird die Vereinigung noch mehr erleichtert, ja. es; giebt so- gar Fälle dieser Art, wo die Cohaesionskraft'schwach um selbst bei den niedrigsten Tempera-

genug ist, Verwandschaft überwältigt zu werden.

turen von. der So schmelzt Eis mit den meisten Salzen, selbst

in der Frostkälte zusammen. Bei den Metällen hin- gegen ist die Cohaesionskraft stärker, und die ges wandschaft schwächer. Doch vereini-

genseitige Ter meisten ohne Schwierigkeit in ı der

gen sieh die Glühhitze.

49. WA man einen tropfbaren Stoff A, mit ei- mem festen B vereinigen, SO hängt der Erfolg haupt- _ sächlich davon ab, ob die Cohaesionskraft von B, oder die Verwandschaft beider größer sey. Ist die