2300$. 48. Wirkung zwischen zwei Stoffen.
sie bei niedrigen- Temperaturen wenig, oder gar nichts auf einander, weil die Verwandschaft nicht vermögend ist, ihre: Cohaesionskräfte: zu. über- wältigen. Werden aber‘ diese Cohaesionskräfte durch Hitze beträchtlich‘vermindert,$o.ist es; wohl möglich, dafs die Verwandschaft das Uebergewicht erhalte, und eine Schmeizung und Vereinigung‘er- folge. Daher die'bekannte ‚Erscheinung,- daß die einfachen Erden in gewilsen Verhältnifsen»
schmelzbar werden,
Ist einer der Bestandtheile für sich schmeizhen,. so ist ihre Vereinigung um desto leichter möglich. So vereinigt sich das unschmelzbäre Platin, mit Gold im Schmelzfeuer.
Sind beide Bestandtheile schmelzbar, so wird die Vereinigung noch mehr erleichtert, ja. es; giebt so- gar Fälle dieser Art, wo die Cohaesionskraft'schwach um selbst bei den niedrigsten Tempera-
genug ist, Verwandschaft überwältigt zu werden.
turen von. der So schmelzt Eis mit den meisten Salzen, selbst
in der Frostkälte zusammen. Bei den Metällen hin- gegen ist die Cohaesionskraft stärker, und die ges wandschaft schwächer. Doch vereini-
genseitige Ter meisten ohne Schwierigkeit in ı der
gen sieh die Glühhitze.
49. WA man einen tropfbaren Stoff A, mit ei- mem festen B vereinigen, SO hängt der Erfolg haupt- _ sächlich davon ab, ob die Cohaesionskraft von B, oder die Verwandschaft beider größer sey. Ist die


