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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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$. 46. Einflufs der.Wärme. 209

mengesetzten Sıoffs, als: eine ‚einzige Kraft betrach- 1et, vonden Grundverwandschaften aus denen sie entspringt sehr verschieden seyn könne. Ist nun die Wärme. die Wirkung eines eigenthümlichen Wärme- stoffs(und welcher Chemiker kann daran zweifeln?); so wirkt. eigentlich jeder tröpfbare, und elastisch Hüfsiger Stoff«durch eine abgeleitete, also veränderte Verwandschaft; und wenn bei der Einwirkung zwei- er Stoffe. freie Wärme mitwirkt, so müfsten die Er- scheinungen, genau genommen, nach den Gesetzen beurtheilt werden, nach welchen drei Stoffe auf ein-

ander wirken,

47. Man wird ohne Zweifel noch sehr viele, und feine Untersuchungen vollenden müssen, ehe man über diesen Gegenstand ganz ins klare kommen wird. Für jetzt müssen wir uns begnügen einzuse- hen, dafs die ausgemachtesten Eigenschaften der Wär- me in den meisten Fällen hinreichenä sind, ihren Einflufs auf die chemischen. Erscheinungen erklärlich zu machen, ohne eine Veränderung in der Verwand-

schaftskraft zu Hülfe uehmen zu müssen,

Diese Eigenschaften sind: dafs die Wärme die Cohaesionskraft jedes festen und ıropfbaren Körpers vermindere, und die Elasticität jedes.gasförmigen vergröfsere; desgleichen, dafs sehr viele Stoffe durch eine blofse Wirkung der Wärme, aus dem festen, in den tropfbaren und elastisch Hüfsigen Zustand, und rückwärts versetzt werden können.

48. Wenn Ä und B zwei verwandte, aber feste and für sich unschmelzbare Massen sind, so wirken,