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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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$. 51. Einfluls der Wärme. 503

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warum tropfbare Flüssigkeiten"einen gasförmigen Stoff, womit sie impraegnirt sind, in der Hitze fah- ren lassen. In allen Fällen hingegen, wo die Ver- einigung von A und B durch die Hitze begünstigt wird, ist klar, dals die Zersetzung nicht durch blofse Hitze bewirkt werden könne, wie diels bei der Desoxydation der unedlen Metalle der Fall ist,

52... Es ist noch der Fall in Betrachtung zu ziehn, wenn sowohl 4 als B lufiförmige Stoffe sind. Da es mir weit weniger um Befestigung eines Systems, als um Wahrheit zu thun ist, so kann ich nicht un- bemerkt lassen, dals hier Fälle vorkommen, die zwar Berthollets Grundsätze nicht umstolsen, aber. doch durch sie allein nicht vollständig erklärbar scheinen. Auf welche Art entstehen die mancherlei Verbin- dungen des Sauerstoffls mit dem Stickstoff? die Ver- bindung des Sauerstoffs und Wasserstoffs zu Wasser? die Verbindung des Wasserstoffs und Stickstoffs zu Ammonium? Sauerstoffgas und\Vasserstoffgas lassen sich ohne Zweifel unter jeder Temperatur: und in allen Verhältnifsen zu einer völlig homogenen Luft- art mischen. Aber wie geht es zu, dafs diese Mi- schung in gewifsen Verhältnilsen sich bei einer be- stimmten Hitze entzündet, und nun augenblicklich zu elastischen Wasserdunst wird? Sollen wir anneh- men, dals beide Stoffe in der niedrigsten Tempera- tur blofs in ein mechanisches Gemeug, ohne wirk- liche Durchdringung, treten? Aber wie kann ein me- chanisches Gemeng homogen seyn? besonders bei zwei Luftarten, die in der specihischen Schwere so

verschieden sind? Oder sollen wir sagen, sie durch»