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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
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620
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622 Dritter Nachtrag:

Saugen der Natur angemeſſener 3 äber wir wollen

auch nicht den einzigen Zweck der Natur mit der

Milch, ſondern wollen ſie für uns benußen. Allen- falls laſſe man die Kälber die erſte Milch== das jo- genannte Beeſt==" in den erſten 3 Tagen weg'aus gen. Naur rathe ich ſelbſt dies bey Kühen nichr, die zum erſten Mahle kalben weil die Art /.; wie man ke bey dem erſten Kalben. gewöhnt, einen Einfini auf ihr Verhalten beym Milchgeben die ganze: Lebens,cit hindurch behält. Giebt man ihnen durchs Anemeiren zum eren Mahle Erleichterung gegen das Dtechcit ver Milch, ſo laſſen ſie ſolches hinjort immer gern geſchehen, ſtehen ruhig dabey und ſchlagen nicht. Man hat häufig verſucht, Kälber ohne Wüich aufzuziehen,- und mancherley- Surrogate dafür ge-

wählt. Zuweilen iſt dies gut gegangen, mehrenthetls.

aber verunglückt. Maſtkälbern kann man allerdings nach den erſten x4 Tagen einen Zuſaß von nahrhaf- ten, milden Abfochungen=- von Leinſaamen oder Oehlfuche4,-Hafergrüße= oder von altem Weiß- brode 1m d. gl. geben, und dagegen die Sahne von

der Milch abnehmen. Bey Zuzuchtkälbern iſt dieſes

aber gewiß nicht anzurathen. Das einzige was die- ſen, wie ich weiß, mit ſehr gutem Erfolge gegeben

werden fann, und vortrefflich bekommt, iſt ein Auf-

guß von recht gutem Heu, mit kochendem Waſſer gemacht und mit Milch vermiſcht, Dieſer Thee ähn- liche

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