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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
Entstehung
Seite
621
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Dritter Nachtrag. 623

[iche Trankſcheint ihnen ungemein wohlthätig zu ſeyn.| Gegen den Durchfall der Kälber, der ihnen ſo '<www leicht tödrlich wird, habe ich Rhabarber, abex früh-

0m zeitiz gegeben, immer höchſt würkſam gefunden, Man 1.00 nohme 2 foth grob gepülverter- Rhabarber==. die NENNT einlandiſche iſt qut genug=- und 1 koth Weinſtein- 109 ſaz, gieße ein halb Quart kochendes Waſſer darauf, pit laſſe es etliche Stunden ſtehen, ſeihe es durch, und dit gebe von dieſem Aufguß täglich 3 mal 2 Eßlöffel ei- Gn ne Stunde vor dem Tränfen. Die Rhabarber iſt 1008 berhaupt ein dem Rindvieh ſehr angemeſſenes Mit- pft iel bey allen Berdauungsfehlern, und aus dieſer EN"fache allein ſollte man die einländiſche Rhabarber Ww er anzichen, da die gute ausländiſche zu theuer Wi j M Man hat in manchen Büchern empfohlen, die Mn Rinder ja 3 Jahr alt werden zu laſſen, ehe man ſie TEE: beſpringen läßt, und dies zur unerläßlichen Bedin- "Rob gung gemacht, wenn man eine gute Kuh daraus zi ziehen will, Dies iſt aber nicht nur übertrieben und fs von aller eigenen Zuzucht abſchre>end, ſondern kann wd und darf bey einer guten Fütterung. auch nicht be- wn folgt werden. Der Trieb zur Begattung iſt bey zu wohlgenährten Rindern im zweyten Jahre oft ſo hef- 0 tig, daß ſie kranf werden und abzehren, wenn er nicht befriediget wird. In den Marſchen findet man

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