Dritter Nachtrag.. 613
' 56 - auf das SENDE UNG die Milchergiebigkeit der Fa-
"A milie, wohl Rücſicht genommen? Der Springochſe
k; giebt freylich keine Milch; aber ſollte einer,"der im“ web mehrern Generationen von milchreichen Müttern her" 6 ſtammt, mit einer milchreichen Kuh nicht Kälber'er*“ Np zeugen, die dieſe Eigenſchaft in noch höherem Grade Im beſäßen? Erfahrungen habe ich ſelbſt hierüber"nicht' Di anſtellen können, va Aufzu<ßt in meine Wirthſchäfe“ 00 nicht paßt und ich ſelbſt keinen Springochſen halte.
ung Wo ich) aber Erkundigungen hierüber einziehen wollte
mum ſFaunte man mich anz ſo wenig hatte man bisher
je auf diefen deonomiſchen Lehrſaß gedacht.|
it Dennoch bin ich überzeugt, daß es fär die
15 VBiehnußung, dieſen wichtigen Zweig jeder kandwirth-
Euuß| ſchaft von großer Wichtigkeit ſey, durc< eine Aus-
u| wahl der von ausgezeichneten Milchkühen gefallenen
„3 Ochſenfälber und Aufzucht derſelben zu Springochſen,
Ni eine milchreiche Race hervor zu bringen. Meiner
Ju) Ueberzeugung nac, wird man hierbey weit ſicherer,
Ww| als bey Vermiſchung fremder'Racen gehen. Man
wum|„Bat“es bey den Pferden gelernt, daß eine Vermi-
Vahl| ſchung fremder Racen, wenn ſie ohne Ueberlegung
JW und Kenntniß der Natur dieſer Racen geſchiehet,
„ew ſchlecht ausfallen könne und daß oft ein guter(Schlag
(atm vurch die Zwiſchenkunft an ſich edlererer Hengſte ganz
0 verdorben worden iſt. Dies iſt wohl nicht minder
hw der Fall beym Rindvieh und würklich hat es die Er- N ae O4 3 fahrung


