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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
Entstehung
Seite
608
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Grm Dritter Nachtrag.

Erfahrung nach, iſt es, aber allerdings entſchieden,

daß viele kleine Kühe== ich ſage nicht alle= nac,

Verhältniß des Futters was ſie verzehren, von einer Milchzeit zur andern, mehr Molkenertrag geben, als die beſten Marſchkühe.. Verſuche in möglichſter Genauigkeit hierüber anzuſtellen, erlaubt mir meine lage nicht. Ic habe aber aus meiner ei- genen. und anderer Erfahrung ſo viele einzelne Data daß dieſe zuſammen genommen der Evidenz eines ge- nau angeſtelleten Verſuchs gleich kommen.

- Man giebt mehrere Gründe zum Vortheil der ſchweren. Kühe an, die meines Bedünkens aber kei- neswegs haltbar ſind. Man ſagt: ich brauche um ſo viel weniger zu halten!= Was hilft das, wenn ſie im Ankauf oder Aufzucht ſo viel mehr koſten, ſoy viel mehr Wartung erfordern, beynaßsg eben ſo viel Plaß wegnehmen.=- Bey einer geringern Anzahl iſt die Gefahr ein Stück zu verlieren geringer!= Aber iſt der Verluſt nicht um deſto größer?= Jh) erhal- te für ein abgeſeßtes, gemäſtetes Stüc und für die Kälber das Doppelte!=- Beträgt dies mehr als. wenn man zwey andre verkauft?=- Das große, bunte Vieh nimmt ſich doch ſo ſchön aus!=- Nun, was läßt ſich gegen Liebhaberey ſagen?=

Ih bin indeſſen keineswegs ſo ſehr gegen das

große Vieh, von ſo genannter Friſiſcher Race ein-. genommen) daß ich es abzuſchaffen oder durchaus zu|

vermeiden

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