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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
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Seite
606
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608 Dritter Nachtrag.

bedachten;:daß-Weide und Fütterung in Verhältniß

mit ven.Leibern. der Thiere ſtehen müßten, fanden-

fich ſehr betrogen ,. indem dieſe ſchweren Marſchkühe auf ihren magern Weiden nicht nur än Milch völlig verſiegten; ſondern auch bald als Knochengerippe um-

her ſchwankten..Sie waren zornig auf das unſchul?

dige Vieh, welches ſie hatten verhungern. laſſen, ſuch? ten es baldmöglicht zu jedem Preiſe los. zu werden, und hielten obendrein den für einen Thören,. der es ihnen abnahm: Jndre welche ihren Futtervorrath nach. Verhältniß dieſes Wiehes richtiger berechnet, Kleey--Wcerne und Wickenfutter, genugſam änge: bauet hatten und daher dieſes Vieh auf dem Ställe reichlich verpflegen konnten, fanden ſich durch die Qualitäten deſſelben für ihre größe Ausläge völlig befriediget. Es gab nicht nur ſo viel mehrere Milch

wie das-Fandviehz" ſondern ward auch demnächſt an

ven Schlächter ſo viel theurer abgeſeßt.. Die Käl- ber insbeſondere wurden von andern Liebhabern ſeht hoch bezahlt. Daher hat ſich das ſchwere Märſchvieh aus den unteren Elbgegenden, welches unter deit

Nahmen der Friſiſchen Art bekannt iſt, beſonders int:

Maägdeburgiſchen, Halberſtädtſchen, dem Sqäalfreiſe

und angränzenden Gegenden=- wo die Stallfütre--

rung nunmehr faſt allgemein eingeführt it=- das Schweizervieh.) dagegen in Franken und Schwaben jehr verbreitet: ind: in großem-Nuf. geſeßt, Es ge- hen

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