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Dritter. Nachtrag. 607
fenertrag, vortheilhafte Mäſtung und tüchtige Arzdeit. Hier frägt. ſichs alſo, ob wir alle 3 Abſichten mit derfelben Art von Rindvieh aufs beſte erreichen kön: nen, oder ob eine Art zu dieſer/ die andre zu jener Abſicht: vortheilhafter zu benußen ſey? Eine allgemei- ne Erfahrung ſcheint für leßteres entſchieden zu ha- ben. Die Racen im Ganzen hat man zwar in Anz? ſehung jener verſchiedenen Qualitäten noch zu wenig verglichen 3 aber jedes Milchmädchen, welches einen beträchtlichen Biehſtapel unter Händen hat, wird es bezeugen können, daß dieſe Kuh fortdaurend metre- re oder beſſere- Milch“ gebe wie eine andre, daß dieſe hingegen ſich beſſer im Fette und Fleiſche halte wie jene, und daß vielleicht noch eine andre immer lebhafter, Fraftvoller und härter ſey, wie jene beyden,
Die Molkerey iſt bisher in Deutſchland, weni? ge Gegenden ausgenommen, wohl die Hauptbenuts- ßung des Rindviehes geweſen und wird es im allge- meinen bleiben. Daher hat jeder aufmerkſame Land-. wirth an Kühe zu kommen geſucht,“ die viele und gute Milc< geben. Marti hörte von Gegenden,' w5 die Kühe 25 bis 30 und mehrere Quart des Tages gäven, und. ſparte alſo keine Mühe und Koſten, aus dieſen Gegenden her, Kühe zu erhalten. Manche, welche, gar zu beſchränft in ihrer Ueberlegung, nicht
Bedachten,


