- Von landwirthſchaftl. Verbeſſer, überhaupt. 15
5. 9. Beyſpiele davon.
I< kenne Gegenden, die von der Natur weder einen guten Boden no< Weiden und Wieſen erhal- ten, und die gleichwohl vorzüglich guten Ackerbau, und die ſchönſte Viehzucht haben. Fleiß und Indu- ſtrie haben, faſt möchte ich ſagen, eine neue Schö- pfung veranlaßet. Durch langjährige Vermiſchung des Akers mit einer ihm entgegen geſeßten Erdart, des ſandigen z. E. mit Thon, und des thonigten mit Sand, welche man zum Glück faſt aller Or- ten nicht weit unter ſeiner Oberfläche fand, auch durch Mergel u, ſ. w. hat derſelbe eine ganz andere Matur, und mit dieſer eine größere Fruchtbarkeit erhalten. Wo ſonſt kaum ein Schaaf ſich ernähren konnte, hat nun eine Kuh überflüßige Nahrung.= Der ſtarken Bevölkerung wegen, welche ſchon aus dem Auswandern der Menſchen nach Rußland, nach Amerika u. ſ. w. abzunehmen, ſind die Wirthſchaf- ten nicht groß, SOhngefähr vier und zwanzig Mox- gen Acker und ſechs Morgen Wieſen, Magdeburgi- ſchen Maaßes, iſt alles, was der gröſte Theil der Wirthe an Aec>er, Wieſen und Weiden beſißt, und wovon ex mit Frau und Kind, auch wohl mit Knecht und Magd lebt; gemeiniglich zwey Paar Ochſen, ein Paar Kühe und ein bis zwey Rinder ernähret;
mehr


