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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
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Was allenfalls der Güte der Schreibart abge-| ur! het, mögte vielleicht durch die Güte der Sachen er-. wm ſeßer werden. Ich ſchreibe nicht aus Büchern, nicht|% vom Hörenſagen, nicht vom Zuſehen, ſondern aus "| Erfahrung. Ich habe gelejen, gehöret und geſehen, 0" DU ich habe aber auch ſelbſt gearbeitet, und aus Einöden Ww . nn große und fleine landgüter erſchaffen, bey denen die"

Natur, der Weiden und Wieſen wegen, nichts ge- y than hatte, und die Kunſt alles thun mußte, I< wN habe alſo auch mit größern Ungemächlichteiten, als bey wN ſchon exiſtirenden Wirthſchaften vorhanden ſind, zu fämpfen gehabt, und weiß es ſehr gut, woranf es ei- fb - Sentlich anfomme, und wie man dieſe Ungemächlich- feiten heben, und an die Seite räumen könne.

Uebel würde es indeſſen um die Landwirthſchaft| öder um mein Gehirn ſtehen, wenn ich alles, was ich vortragen werde, für neue Erfindungen ausgeben wollte.== In der Hauptſache ſage ich nichts, als was nicht ſchon in verſchiedenen Gegenden Deutſch: 4 lands durch langjährige und graue Erfahrung erprobt und bewährt befunden, was aber für andere, und für die meiſten Gegenden noch neu genug iſt, als| daß die Bekanntmachung nicht nüßlich werden könn»| te.== Gänzlich von allem neuen entblößet ſind dieſe Bogen aber auch nicht. In landwirchſchaftlichen Din- gen wo oft wiederholte Verſuche dem Wiſſen erſt das Gewicht geben, verbeſſert die Zeit unſere Erfahrun-

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