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Oeconomie der Landwirthschaft : mit Kupfern und Tabellen / nach dem Französischen des Baron E.V.B. Crud von C.F.W. Berg
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Deconomie der Landwirthſchaft. 93

aufgezogene Vieh liefert oder vielmehr den Ertrag, den man durch Verkauf des al- ten erhält, welches eben durch das junge erſeßt wird,

Statt der Hälfte des Federviehes, oder als eine Art Miethe, zahlt der Pach- ter einen feſtgeſeßten jährlichen Zins, der ſich auf 2 Franken für den Morgen be- laufen fannz wo indeß der Pachter die Hälfte der Abgaben trägt, entrichtet er dem Eigenthümer feinen feſt beſtimmten Zins der Art.

Der leßtere liefert dem Pachter faſt überall zur Streu für ſein Vieh eine ' beſtimmte Quantität Sumpfgras, das dieſer auf eigene Koſten einholen muß,

In dem Bologneſiſhen und in Romanien ſieht man nicht- ſelten Familien aus fünf und zwanzig, dreißig, ja vierzig Individuen beſtehend, in demſelben Vor- werk beiſammen leben, und ihre Pachtwirthſchaft mit dem größten Fleiße betreiben. Dort hat oft ein Vater zwei bis drei Söhne, die ſelbſt verheirathet ſind und Kin- der haben; und die vollkommenſte Eintracht herrſcht unter allen Gliedern der Fa- milie, unter der patriarchaliſchen Leitung dieſes Oberhauptes.

68 25%

Durch den Pacht um die Hälfte kann der Eigenthümer ſeine Einkünfte nicht ſo hoh bringen, als ausgebreitete Kenntniſſe und eine vollendete Erfahrung es ihm möglich machen würden, wenn er ſein Grundſtück ſelbſt dur<; Knechte und Tage- löhner bewirthſchaftete 3 indeß läßt ſich durch dieſe Art der Nußung doch immer noch ein ſehr genügendes Einfommen erhalten z und da nur ſehr wenig Vorſchüſſe von Seiten des Eigenthümers dabei erforderlich ſind, ſo hat er hier weit weniger, als bei der leßtgenannten Art der Nußung, zu wagen.

Wir wollen verſuchen durch. eine Rechnung zu zeigen, was einem Gutebeſißer die Verpachtung von 400 Morgen um die Hälfte, ſobald die Bewirthſchaftung von einem guten Pachter geſchieht, eintragen kann, Wir nehmen dabei an, daß

14 von dieſen 400 Morgen ſind gewöhnlich mit Luzerne bebaut:

8 mit Runfelrüben zur Viehfütterung. 213 mit Hackfrüchten, nämlich: 4 /3x mie Erdäpfeln oder andern verfäuf- | lichen Gewächſen,

43 mit Weizen. 24L mit Klex.

400,