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Oeconomie der Landwirthschaft : mit Kupfern und Tabellen / nach dem Französischen des Baron E.V.B. Crud von C.F.W. Berg
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Bei der Wahl der in dieſem Werke zu beobachtenden Ordnung glaube ich nicht beſſer thun zu können, als wenn ich die;enige annehme, welche Thaer in ſeinen Grundſäßen der rationellen Landwirthſc<aft befolgt hat. Dieſe Ordnung ſcheint mir eben ſo logiſch, als jede andere, und ſelbſt, wenn ſie es nicht wäre, bliebe ihr doch der- Vorzug, ſchon allgemein befannt und angenommen, und ailente halben jeßt beim Unterricht über den Landbau im Gebrauch zu ſeyn.

Uebrigens erwarte man hier" feineswegs ein eigenthümliches Werk über den Atferbau, denn warum ſollte ich das wiederholen, was Thaer bei weitem beſſer ent» wickelt hat, als ich ſelbſt es zu thun vermöchte. Keinen Abriß von dem Werke des großen Mannes will ich hier liefern, ſondern nur, wenn man ſo will, eine Ark Supplement dazu- Doch ſchmeichle ich mir, daß meine Arbeit, auch iſolirt, für den größten Theil derjenigen nicht ohne Nußen ſeyn wird, die die Zkandwirthſchaft auf eine wiſſenſchaftliche Weiſe betreiben wollen.;

Da dieſer Nußen der einzige Zweck iſt, den ich bei meiner Arbeit beab- ſichtige, ſo glaube ich, alle. die Wege vermeiden zu müſſen, welche nicht gerade8wegs zu dieſem Ziele führen. I< werde mich daher beſtreben, in die Syſteme der Land» wirthſchaft eine Einheit und Einfachheit der Grundſäße zu bringen, die nicht anders als ſehr wünſchenswerth ſeyn kann, Bisher hat man ſich, wie mir ſcheint, zu weit von dieſer Einfachheit entfernt, und viel unnüße Mühe darauf verwandt, Dinge zu lehren, die von ſehr wenig Nugen ſeyn können, IJ werde daher hier alles das zu ents fernen ſuchen, was den wahren Zielpunck der Fkandwirthſchaft aus den Augen rücken könnte, welcher, nach meiner Meinung, der iſt: auf die möglichſt vortheil» hafte Weiſe ſich den größten Reichthum von Producten zu verſchaffen, die für die Bedürfniſſe der menſchlichen Geſellſchaft nüßlich ſind.,

Wenn man dem Landwirth eine zu große Menge von verſchiedenen Proce- duren und Arten des Fruchtwechſels vorſchlägt, ſo ſcheint man vielmehr ſeine Ein- bildungsfraft beſchäftigen und ſeinem Verſtande Probleme zur föſung aufgeben zu wollen; als ihn auf ſicheren Wegen zu BVerfahrungsarten zu leiten, von deren glück lichen Erfolgen er im Voraus überzeugt ſeyn dürfte. Was ſoll der Landwirth mik der Menge von verwickelten Vorſchriften anfangen, deren Befolgung ihm nur Miß- ernten einbringen würdes ſie dienen vielmehr, die Bahn, die er verfolgt, mißlich und gefahrvoll für ihn zu machen, als ihn auf den rechten Weg zur Wahrheit zu. leiten.