Der Absatz von Vieh und Vieh-Produkten. 55
Genossenschaft einerseits und der tüchtigen Leitung des Geschäftes anderseits.
Die Absatz- Genossenschaft hat in diesem Jahre auch mit dem gemeinsamen Verkauf der Ferkel einen Versuc) gemac<t und ist selber derart ausgefallen, daß die General- Versammlung beschloß, den Ferkelabsatz ebenfalls in die Hand zu nehmen. Bis Ende Februar hatte sie shon 500 Stü> auf den Markt gebracht.
Von den 1885 zum Versand gelangten 4207 Stücken Fett- vieh frepierten bei dem Transport zwei Stücke, und zwar je ein Schwein und je ein Kalb. Nur bei einem Sc<wein wurden Finnen gefunden, während sämtliche übrigen Tiere sich als durchaus gesund erwiesen.(Sic! und früher? da gab es finnige Schweine die Menge! Warum? Der Zwischenhandel wird es wissen!)
Nach dem Muster der Löninger Schöpfung ist nunmehr eben- falls in Bersenbrü> in der Provinz Hannover, und zwar auf An- regung des für die Hebung des landwirtschaftlihen Fortschrittes unermüdlichen Herrn Landrates Freiherr von Hammerstein- Loxten, eine gleiche Genossenschaft errichtet, welcher bester Erfolg ebenfalls zu wünschen ist.
Auch im Großherzogtum Hessen ist man dem genossenschaft- lichen Verkauf durch Kommissionäre bereits näher getreten.
Ein von Herrn Chr. Dettweiler, in der im Jahre 1884 zu Mainz abgehaltenen Verbands-Ausschußsizung, über die Verwertung des Mastviehes erstattetes Referat, enthielt folgende, den vollen Beifall der Versammlung findende die8bezügliche<arakteristische Darlegung: „Wirft sich nun die Frage auf, ob und in welcher geeigneten Weise durc< die Hilfe der Genossenschaft und den Verband ein schlankerer Absatz und dadurch eine bessere Verwertung unseres Mastviehes zu bewerkstelligen sei, so ist meines Erachtens ein einfacher und zwe- mäßiger Weg vorgezeichnet: Der Verband stellt in jeder größeren Stadt, oder auch für mehrere Städte zusammen einen Vieh- Ver- kaufs-Kommissionär auf, der für Rechnung der Mitglieder das ihm überlieferte Vieh gegen festgesezte Provision zu verkaufen hat.(Es müssen dies natürlich Leute sein, die volle Sachkenntnis besizen und


