Dorwort.
Den Beweggrund, daß ich diese kleine Arbeit der Öffentlichkeit übergebe, möge der freundliche Leser darin suchen, daß ich von dem Gefühle durchdrungen bin, es müsse in der heutigen schweren Zeit jeder das Seinige beitragen=- und wenn es auch noch so wenig ist=- um der deutschen Landwirtschaft die schwere Krisis, in der sie sich befindet, zu erleichtern.
Wenn von allen Seiten Bausteine und Bausteinchen heran- geschleppt werden und wenn die Baumeister in entsprechender Weise selbe ordnen, sichten und in zweckmäßiger Weise verwenden, so soll und muß endlich ein Fundament entstehen, auf dem die vaterländische Landwirtschaft in sicherer Ruhe sich erheben kann.
Das, was ich in dieser Arbeit biete, soll auch ein Steinchen sein, für das ich die freundliche Würdigung der gütigen Leser erbitte.
Nicht über das ganze Genossenschaftswesen wollte und konnte ich eine Abhandlung schreiben, sondern nur über den Teil, welcher mir aus eigener Erfahrung genau bekannt ist und dessen möglichst umfangreiche Verbreitung in unserm lieben Vaterlande ich von Herzen wünschen zu müssen glaube.
Daß diese meine Überzeugung in immer weiteren Kreisen sich Bahn bricht, zeigt das allmählige Anwachsen der„An- und Ver- kaufs-Genossenschaften“ und der Umstand, daß an deren Er- richtung allenthalben mehr und mehr gedacht wird.
All die Schwierigkeiten, welche bei der Einführung des. Ge- nossenschaftswesens in einem Bezirke zu überwinden sind, habe ich durc<gekostet, und weil ich sie kenne, möchte ich durch diesen kleinen Ratgeber Anderen meine Erfahrungen zum Nuß und Frommen der guten Sache zur Verfügung stellen.


