Teil eines Werkes 
3 (1824)
Entstehung
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S. 182»

Die Natur ſelbſt theilt ſämmtliche Futtergewächſe in wilde und in zahme ein.*) Jene ſind ſolche; NR die vhne unſer Zuthun auf unſern Wieſen und Weiden wild wachſen, d. i. durch ſelbſtausgeſtreuten Gaamet oder durch ihre ausdauernden und wuchernden Wur-

zeln ſich ſelbſt fortpflanzen, ohne daß wir ſie anzubauen Wb) brauchen. Dieſe aber ſind ſolche, die gleich unſerm wr 3m) Getreide und andern AFergewächſen, nur durch eine nu: regelmäßige Beſtellung hervorgebracht und fortgepflanzt fe gm werden können.=- Zu erſteren gehören die Gräſer, ſo u wie verſchiedene wilde Klee- und Wienarten, undm noc<h einige andere wildwachſende dem Viehe zur Nah-"m| rung dienende Pflanzen; zu leßteren gehören der rothe Wehlen Saatklee, die Luzerne, die Cſparcette, die Saatwie,"WWE die Futterhirſe, u. m. a. cultivirte Futterkräuter, ſo ind 08 wie die eben ſo nahrhaſten als ergiebigen Wurzel- 44" Knollen- und Kopfgewächſe. ie? a *) Die Benennung natürliche und künſtliche Futz?(ie, tergewächſe ſcheint mir völlig widerſimig und läßerli< zu Cie th) feyn, ob dieß gleich; faſt alle neuere Scriftſteller. einer dem ji On andern nachſhreiben. Hört darum. wohl ein Gewächsauf Orio. natürlich zu ſeyn, und iſt es deshalb künſtlich, weil wir es fn 4 anbauen?== Wäre dieß ſo, ſo müßten wir unſer Getreide, Ai+ und alle Vegetabilien, die wir auf dem A>er bauen, auch NEE künftliche: Pflanzen nennen. Und was blieb dann wohl natürz Clt Nd liH? Selbſt unſer ſämmtliches Hausvieh, welches von jedem| da Oury verſtändigen Landwirthe gewiß mit nicht minderer Sorgfalt als unſere A>kergewächſe behandelt wird, müßte man Kanſt- vieh oder künſtliches Vieh betiteln.= Was würden 1)| wohl Cato und Columella dazu ſagen, wenn ſie erſtüns) den, und ſo etwas zu leſen bekämen!======== feine vA "