recht in Kraft wäre. Denn, daß ſie ungeachtet ihrer übrigen guten Eigenſchaften eine ſehr ſtark ausſaugen- de Frucht ſind, kann ſelbſt bey größter Parteylichkeit für ſie nicht geläugnet werden.
d.) Die Futterbeeten oder Runkeln kön- nen ſowohl dem Sommer» als dem Wintergetreide vorhergehen. Doch ſcheinen ſie nur auf das Sommer- getreide einen vorzüglich günſtigen Cinfluß zu äußern. Kraftvollen Aer lieben ſie. Der Dünger aber, den man dazu braucht, muß immer alt und gut ver- rottet ſeyn.
e.) Werden die Feldrüben als Hauptfrucht gebauet ,/ und während der Vegetation fleißig bearbei- tet, ſo kann man nicht nur vortreffliches Sommerge»- treide darnach erhalten, ſondern man fann auch, wenn man will, mit ziemlich gutem Erfolge Winter- getreide darauf folgen laſſen. Werden ſie aber nur als zweyte Frucht in der Getreideſtoppel beſtellet, fo frägt ſich's/ ob ſie während der Vegetation beha>et, oder wenigſtens geegget, oder ob ſie nur ganz ihrem Schi>ſale überlaſſen werden. Im erſteren Falle köne- nen wir ohne Scrupel Sommergetreide darauf folgen laſſen, und immer eine ſehr reichliche Ernte hoffen z im andern Falle aber können ſie gar nicht als Melio- rirungsfrucht betrachtet werden, weil der Aker dadurch leicht noch mehr verwildern kann, als wenn wir ihn in den Stoppeln liegen gelaſſen hätten.=- Dünger haben ſie zwar nicht ſo ſehr wie die Kartoffeln nothig, da ſie nicht ſo ausſaugend ſind. Mangelt es jedoch dem Aer an Kraft, ſo müſſen ſie gleichwohl auch


