=< 401. 4
reichen, den nöthigen Viehſtand mit Winterfutter zu verſchen, oder wo etwa ſelbſt die Weide ſo fnapp iſt, daß ſogar auch des Sommers auf ein Beyfutter gedacht werden muß, da kann man allerdings nicht conſequenter und zwe&>mäßiger handeln, als wenn man immer nur Futtergewächſe verſchiedener Art, und bey Leibe ja nichts Anderes, zu Meliorirungsfrüchten nimmt, um dieſe immer regelmäßig zwiſchen zwey Getreideſaaten einzuſchalten, Wie aber, wenn wir ei- nen Überfluß an Wieſen und an Weiden haben? Wie wenn wir noch überdieß durch Brauerey und Brannt- weinbrennerey und damit verbundener Maſtung mit einer großen Menge guten Düngers zu verſehen ſind? Sollen wir unter ſolchen Umſtänden auch noch Futter bauen? Haben wir nicht noch eine Menge anderer Pflanzen, die im oben erklärten Sinne eben ſo me- liorirend auf den A>er wirken, wie dieß nur immer
S. 174.
Da nun aber die Meliorirungsfrüchte wirklich der Angel ſind, auf dem ſich das ganze Syſtem der Fruchtwechſelwirthſchaft herumdrehet, indem deren ver» nünftiger Gebrauch allein im Stande iſt, die Brache völlig entbehrlich zu machen, ſo finde ich nöthig, ſie nicht nur der Reihe nach herzuzählen, ſondern auch zugleich zu bemerken, in wie ferne eine jede derſelben wirklich als meliorirend betrachtet werden kann, und in wie ferne ſie, ungeachtet ihrer relativen Verbeſſe» rungskraft, den AFer etwa ausſauget, und folglich


