=“ 16=
ſie dem Aer gar nichts entzöge, ja ihn wohl noch gar bereicherte, und das Düngen entbehrlich machen könnte, ob ſie gleich vom A>er weggebracht worden war, ſo würde er auf jeden Fall eine grobe Unwahr- Heit behaupten. Gin ſolches Gewächs giebt es in der ganzen Natur nirgends, da ein jedes.mehr oder we- niger Nahrung aus dem Boden zieht, Nur dann würde eine Pflanze den Boden bereichern, und folglich in dieſem Sinne verbeſſern können, wenn wir ſie auf demſelben verfaulen ließen, wie dieß wirklich bey den als Dünger untergea>erten grünen Saaten der Fall iſt, da auf dieſe Art dem Boden nicht nur die aus ihm ſelbſt ausgeſogenen und nunmehr zurü&gegebenen, ſon- dern auch die aus der Atmoſphäre aufgenommenen Nah- rungsſioffe zu Gute kommen. Allein von einer ſolchen abſoluten Berbeſſerung des Bodens iſt auch hier gar feine Rede, ſondern bloß von jencr relativen, da er nämlich durch das Vorhergehen von Gewächſen einer Art für die- Gewächſe einer andern Art tauglicher und produktiver gemacht wird, wie uns dieß die großte aller Lehrerinnen, die Erfahrung, tauſendfältig geleh- ret hat, und täglich lehret. So geräth z. B. Weigen nach Weigen nie, ſelbſt dann nicht, wenn dem erſte- ren eine gedüngte Brache vorhergegangen wäre. Schie- ben wir aber zwiſchen beyde Weitßenſaaten eine grüne Wienſaat ein, ſo ſtehe ich dafür, daß der lektere Weißen dem erſteren beſtimmt nichts nachgeben, viel- leicht ihn wohl gar übertreffen wird, ob er gleich um ſo viel ſpäter nach dem Dünger folget, und ob es gleich nicht geläugnet werden kann/ daß die Wien, ohne eben eine ſtark ausſaugende Frucht zu ſeyn, doc
RI RE GAL UE 7--- 534- wegn= Wei ZEE. 8--- well--


