Teil eines Werkes 
2 (1824)
Entstehung
Seite
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von allen. Gben deshalb pflegen die teutſchen Schrift- ſteller ſaſt allgemein das ganze Syſiem der Getreide- wirthſchaſt mit den Benennungen Dreyſelderwirthſchaft

- und Dreyfelderſyſtem zu belegen, welches jedoch, da

der Charakter dieſes Syſtems nicht in der Anzahl der Felder beſteht, immer unrichtig iſt, und leicht Ver» wirrung der Jdeen veranlaſſen kann, folglich mit Necht gerügt zu werden verdient.=- Weit unvollkommener, unzwe&mäßiger, und daher auch ſeltener ſind die zwey- vier- und fünf» feldrigen Getreidewirthſchaften, wenn ſie in ihrer Neinheit" getrieben werden. Erſtere, weil die Brache zu oft vorkommt, und dadurch die Hälfte unſerer ÄFer unbenutßt verloren gehetz; die leßteren aber, weil die Brache zu ſelten wiederkehrt, um den Ader rein erhalten, und vor Verwilderung verwahren zu können.

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Eine bloße Abart der reinen Dreyfelderwirthſchaft, und gleichſam ein Mittelding zwiſchen beyden Syſtemen der Getreidewirthſchaft und der Fruchtwechſelwirth- ſchaft, iſt die modificirte oder zuſammenge- ſeste Dreyfelderwirthſchaft.== In einigen hoher bevölkerten Gegenden Teutſchland8s, wo man den Drang fühlte, den Aer beſſer wie bisher zu be- nußen, ſtieß man ſich nämlich an der ſo oſt wieder- kehrenden Brache, indem dadurch der dritte Theil ſämmtlichen AFXers alljährlich unnüß verloren gienge, Man machte daher verſchiedene Verſuche, die Brache eben ſo wie das Übrige Feld, zwar nicht mit Getrei- de, wohl aber mit allerley andern Früchten zu beſtellen.