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6. 154
Steinbrüche, Mergelgruben, Torfſtechereyen, 1 dal. werden am zuverläßigſten ſo geſchäßt, daß zuerſt durch Kunſtverſtändige unterſucht und ausgemittelt wird, wie viel ſie mit größter Wahrſcheinlichfeit von dieſen Materialien enthalten, und wie viel dieſe unter den gegebenen örtlichen Umſtänden etwa werth ſind, Dann berechnet man mit möglichſter Genauigkeit, wie hoch ſich die Koſten der Förderung dieſer Materialien belauſen können. Hat man einmal beydes ausgemitz- telt, ſo iſt es ein Leichtes durch Abzug der legttern den Werth des Grundkapitals darzuſtellen. Nur muß dieſer Werth noch dadurch näher beſtimmt und berich» tiget, und immer verhältnißmäßig Herabgeſeßt wer- den, wie viel dieſer Materialien jährlich zu fordern nach den Localumſtänden räthlich iſt, weil nur das, was jährlich gefördert wird, auch wirklich jährlich Zinſen bringt, das Übrige aber, bis zu ſeiner Förde» rung» gleich einem zwar ſehr ſicher deponirten, aber doch immerhin todten Kapitale liegen bleibet.
GS. 155
Bey der Schäßung der Gebäude, wozu billig immer Baukunſt- Verſtändige“ beygezogen werden ſol- len, kommen drepyerley Rücdſichten zu nehmen: 1.) ob ſie ſchlechterdings zur Wirthſchaft nothwendig, und völlig unentbehrlich, oder 2.)* wenigſtens doch nüg- lich, oder endlich 5.) vollig entbehrlich und unnüß-/ mithin bloße Luxusgebäude ſind. Gebäude erſterer Art, wie z. B- die nöthigen Stallungen, 1- dal. müſ- ſen immer nach ihrem vollen Werthe geſchäßt werden,


