Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
216
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werden können, oder, wenn ſie die einzigen Gründe ſind, die unſer Zug- und Nugvieh mit nahrhaſ- tem Futter zu verſehen haben, wie dieß bey uns unter Verhältniſſen, wo der Aer zerſtükelt unter einander liegt, und unter der eiſernen Servitut der Gemeinwei- de ſchmachtet, und wo folglich an den Futterbau auf dem Ader gar nicht zu denken iſt, leider, nur zu häufig der Fall zu ſeyn pfleget- Gute Wieſen unter ſolcyen Umſtänden ſind oft ein wahrer Schaß, dem der beſte Aer von gleicher Fläche im Werthe weit nachſteht.

S- 140.

Die Weiden ſind entweder eigentliche Wei- den d. i. ſolche Gründe, die zu nichts anderm, als bloß zur Weidung des Viehes dienen, und die man gewöhnlich Hutweiden zu nennen pfleget 3 oder ſie ſind uneigentliche Weiden, d. i. ſol<e Gründe, deren Hauptbeſtimmung zwar eine ganz andere iſt, die aber jedoch auch manchmal als Weide für unſer Haus- vieh gebraucht werden, dgl. die ÜFer, Wieſen, und Waldungen, die dem Viehe bisweilen zur Weidung eingergumt zu werden pflegen.= Beyderley Weiden ſind ferner entweder privative Weiden, wel- <e ein Beſiger nur allein zu benuen das Necht hat; oder ſie ſind Gemeinweiden(Commünweiden, Commünen, Almanden) auf welche mehrere Theilha- ber, entweder nach einem gewiſſen Verhältniſſe, oder wohl gar ohne allem Verhältniſſe, und bloß nach Willkühr, ihr Vieh aufzutreiben berechtiget ſind.