Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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rem Flächeninhalte und ihrer Qualität, woraus auf den Reinertrag geſchloſſen wird, geſchäßt werden, Man merfe ſich's aber wohl, wenn mai1 etwa leßtere Schä- ßungart in Anwendung zu bringen beliebte, daß es bey dieſen Gründen weit mehr noch auf die Lage und Conformation, als auf die innere Beſchaffenheit des Bodens anfomme, da von jenen äußern Umſtänden der Reinertrag der Wieſen wohl am allermeiſten und am weſentlichſten bedinget wird- Denn ſind die Wie- ſen eewa zu hoch gelegen, fo geben ſie in der Negel mir ſehr wenig Heu. Liegen ſie zu niedrig, und lei- den an allzugroßer Feuchtigkeit, ſo geben ſie=- der Boden mao beſchaffen ſeyn, wie er will=- zwar meh» rentheils vieles, aber immer nur ſehr ſchlechtes, ſau- res, dem Viehe wenig gedeihliches. Heu, von äußerſt geringem Werthe« Liegen ſie an Flüßen und Stroö- men, ſo ſind ſie leicht Überſchwemmungen ausgeſeßt, wodurch oft ihr Werth unendlich vermindert werden kann. JIhren Werth vermindert ferner, wenn ſie in Gemeinheit liegen, und vur alle Jahre den reſpecti» ven Beſittyeilhabern nach Verhältntß zugetheilt wer- den, weil durch eine ſolche böſe und unſinnige EGin- richtung mit einem Male alle Cultur derſelben verei- kelt wird, und weil ſogar unter ſolchen Umſtänden nicht einmal an eine Schonung derſelben zu denken iſt. Den größten Werth haben, bey übrigens glei- <en Umſtänden, jene Wieſen, die gerade ſo niedrig liegen, daß ſie nie an Dürre leiden, und doch nicht ſo niedrig, daß von übermäßiger Näſſe etwas zu be- fürchten wäre. Relativ wird der Werth der Wieſen oſt ſehr erhöhet, wenn ſie mit Leichtigkeit bewäiſert