Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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CS. 13-

6.) Große und ausgedehnte Arbeiten fange man, ſo viel möglich, nie mehrere zu gleicher Zeit, und am wenigſten an verſchiedenen von einander weit entfern- ten Orten an, damit man ſie ja, wenn man ſie Lin» mal begonnen, auch mit ganzer Kraft baldigſt zu Ende bringen könne. Denn, wenn wir die Arbeiter zu ſehr vertheilen, und eben deshalb etwa zu weni-| ge Leute bey einer ſehr großen und ausgedehnten Ar» beit anſtellen, ſo geſchieht es leicht, daß ſie den Muth ſinken laſſen, und ſo zurüFſchreFen/ daß ſie dann auch das nicht einmal zu thun im Stande ſind, was ſie ſonſt mit leichter Mühe verrichtet hätten; wogegen, wenn wir die Arbeits8hände immer der Größe und Ausdehnung der Arbeit gehörig anpaſſen, der unter dieſen Leuten entſtehende Eifer oft mehr als alles Antreiben wirkei, und beynahe das Unmögliche- glich machet.

Eine zu große Zerſtreuung der Arbeiter an ver- ſchiedenen von einander entlegenen Plätzen hat über- dieß noch den unausbleiblichen Nachtheil, daß ſie die Fnſpection zu ſehr erſchweret, oder wohl oft gar un- möglich machet, welche doch bey größern und wichti» gern Geſchäften ſchlechterdings nothwendig iſt.

So wie man aber bey großen und ausgedehnten Arbeiten auch verhältnißmäßig viele Arbeiter anzuſtel- len hat, ſo hüthe man ſich ſorgfältigſt bey kleinern und geringern Arbeiten mehrere dieſer Leute, als ge- rade nöthig iſt, zu verwenden, weil ſie in dieſem Fal- le einander mehr im Wege ſtehen, als ſich gegenſeiti- ge Hülfe leiſten, und=-was das ärgſte iſt= ſehr