können, wobey man auf Alter, Geſchlecht, Geſchi>- lichfeit, Körperkraft u. ſ. w. Rüſicht nehmen kann, und wodurch denn zulegt die Arbeiter, weil ſie immer nur mit einerley Verrichtung beſchäftiget ſind, eine ſo große Fertigkeit erlangen, daß ſie oſt unglaublich viele Arbeit zu verrichten", und"dieſelbe dennoch voll- kommen gut zu beſchaffen im Stande ſind,(o daß eben hiedurch die Fabrikate wohlfeiler gegeben werden kön» nen, weil der Frabrikant auf ſolche Weiſe an Ar- beitslohne ſpart, ohne de8halb die Arbeiter verfürzen zu dürfen. So ſind z. B. in großen Nähnadelfabri- fen ganz eigene Leute, die vielleicht in ihrem ganzen Leben nichts anders thun als die Nadeln poliren, an- dere, die nichts als die Spigen ſchleifen, wieder an» dere, die bloß die Öhrlein darein ſchlagen, u. f. w. ſo daß keiner in der ganzen Fabrik auch nur eine ein- zige ganze Nadel machet. Wer ſicht nun nicht ein, daß bey ſo vertheilter Arbeit ſämmtliche Werkleute es zu einer allen Glauben überſteigenden Gewandtheit bringen müſſen, die nicht anders als dem ganzen Ge» ſchäfte zum größten Vortheil gereichen kann?=
Zu wünſchen wäre es daher, daß dieſer herrliche Grundſaß der Arbeitstrennung und Arbeitstheilung auch bey der Landwirthſchaft ſeine volle Anwendung finden könnte; allein wer nur einigermaßen unſer Gewer» be der Landwirthſchaft Fennet, bey welchem die verſchie- denartigſten Geſchäfte je nach der Jahr8zeit mit ein» ander abwechſeln, und einander Platz machen, wird mit leichter Mühe einſehen, daß dieß im ſtrengen Sin- ne wohl nie möglich iſt, Wer würde ſich ß+ B. bey-
fallen laſſen, andere Knechte zum Miſtführen und
Dek. der Landw. 1 Th. 2


