was vermindert werden, und daß zut andern die ſonſt ſo gehäſſige Leere in etwas ausgefüllt wird, um Ge- ſinde, Vieh, und andere Arbeitskräſte nüßlich beſchäf- tigen zu können. Und hieraus ſchon erhellet die gro- ße Nüglichkeit der neuern Wirthſchaftsſyſteme, von denen wir uns weiter unten bey der Organiſation der Landgüter zu ſprechen vorbehalten, indem nach die- ſen mit leichter Mühe, und ohne dem Getreidebau auch nur im geringſten einen Eintrag zu thun, die verſchiedenartigſten Feldfrüchte auf den Aer gebracht werden können«
Gin anderes Mittel dieſem Übel-- wenigſtens in Hinſicht des ohnehin ſo geſchäftvollen Nachſommers und Herbſtes= abzuhelfen, ſind die Scheuern. Denn hat man deren gar keine, wie dieß bey uns an vielen Orten der Fall iſt, ſo iſt man gezwungen ſein ſämmt- liches Getreide von der Ernte bis etwa Mitte oder En- de Oftobers au3zudreſchen oder auszutretten, weil dieß im Nachherbſte und Winter unter freyem Him- mel unmöglich geſchehen kann- Wer aber kennt nicht die Sto&ung, welche dieſe Arbeit oft bey den übrigen zu dieſer Zeit nothwendig vorfallenden Geſchäften ver- urſachet? Hat man dagegen Scheuern, ſo läßt man dieſe Arbeit vorſäßlich für den Winter, da das Ge- treide bey ſtarkem Froſte ſich ohnedieß beſſer und mit leichterer Mühe ausdriſcht, und man driſcht daher im Nachſommer und Herbſte höchſtens nur ſo viel, als man etwa gerade zum Saamen, oder zu andern Zwe- Fen nöthig hat. Wenn ich indeſſen hier von Scheu- ern ſpreche, ſo will ih mein'n Landsleuten keine8wegs zumuthen, daß ſie ſo große Scheuern bauen ſollen,


