-.. 10==
Gnglands kaum um den Preis von 80 Tagwerken auch nur in jährigen Pacht erhalten würde.
2.) Alle Wirthſchaſtsſyſteme, welchen Namen ſie auch haben mögen, von der beſtändigen und allge- meinen Weidung des Viehes, mit nur ſehr geringem, bloß auf die häuslichen Bedürfniſſe berechnetem A&er* bau, bis zur ſtrengſten und vollkommenſten Stallfüt- terung unſerer ſämmtlichen Hausthiere, mit Ausſchluß aller, auch der geringſten Weide, ſind keineswegs für alle Lagen und Umſtände paſſend, ſo gut ſie auch an ſich und abſtract betrachtet, ſeyn mögen, ſondern müſſen immer nur mit beſtändiger und unverrücter Hinſicht auf die Quantität der Arbeit, die uns in der gegebenen Lage um billige Preiſe zu Gebothe ſteht, eingeführt werden, wenn ſie anders frommen und Nu- ßen ſchaffen ſollen. Je niedriger daher Grund und Boden im Preiſe ſteht, und je ſeltener und theurer die Arbeit iſt, deſto mehr laſſe man ſich angelegen ſeyn ein ſolches Syſtem zu erwählen, das die wenig- ſie Arbeit erheiſchet; und hat man auch ein erübrig- tes Kapital, ſo verwende man es lieber auf Ankau- fung neuer Gründe, als daß man es auf Arbeit(mit Ausnahme der allernothwendigſten) die nur um enor» me Preiſe zu haben iſt, unbedachtſamer Weiſe ver- ſchwenden ſollte. Sicher würde in dieſem Falle Jeder äußerſt unklug handeln, der auf ſeinem Landgute eine ſtrenge Stallfütterungswirthſchaft den Umſtänden zum Troße einführen wollte, da ſolche nur mit größter Kraftanſtrengung, und mit vervielfältigter Arbeit ge- horig im Gange erhalten werden kann. Je ſeltener und theurer aber Grund und Boden, und je häaufi«


