bedürfen, um auch nur ein nothdürftiges Leben fri- ſten zu können. In demſelben Verhältniſſe aber, als wir mehrere Arbeit auf den Grund und Boden ver- wenden können, haben wir auch mehrere und reich» lichere Früchte von demſelben zu hoffen. Kein Wun- der alſo, daß der Grund im erſteren Falle beynahe gar keinen, oder doch einen verhältnißmäßig nur äu ßerſt geringen, im andern aber oft einen enormen Werth hat, da in der Landwirthſchaft immer das den größten Werth haben muß, was am meiſten zur Herbeyführung des leßten Zweckes(d. i- zur Vermeh- rung des reinen Vermögens) dientich iſt-
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Aus- dem ſo eben geſagten fließen von ſelbſt fol» gende zwey Grundſätze:
1.) Der Werth und der Preis des Grund und Bodens ſteht immer im umgekehrten Verhältniſſe mit der größern oder geringern Bevolkerung, und der da- rauf beruhenden zrößern oder geringern Menge der zu häbenden Arbeit, Je Häufiger, und um je bil- ligern Preis daher die Arbeit in einem Lande, oder einer Gegend iſt, deſto hoher im Preiſe ſtehet der Grund und Boden; je ſeltener aber die Arbeit8hände ſind, und je theurer daher die Arbeit iſt, deſto wohl» feiler iſt das Landeigenthum. So kann man z. B« = wie Thaer ſehr richtig bemerkt= in manchen menſchenleeren Gegenden Amerika's denſelben Grund oft mit dem Preiſe eines einzigen Taglohnes auf ewige Zeiten an ſich kaufen, den man in Belgien, oder in manchen hochbevölkerten Gegenden Italiens und


