Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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ger und wohlfeiler daher die Arbeit iſt, deſio mehr gebührt immer einem ſolchen Wirthſchaftsſyſteme der Vorzug, bey welchem die meiſte Arbeit ihre Anwen- dung finden kann. Unter ſolchen Umſtänden viele und große Weiden dulden, und das AFerland oft und lange brache liegen laſſen, wäre wahre Thorheit; im Gegentheil iſt hier, den A>er ohne Ausnahm' alljährlich= wo möglich wohl gar mit doppelten Srüchten= zu beſtellen, die Weide möglichſt zu ver- mindern, oder wohl gar gänzlich abzuſchaffen, und ſämmtliches Hausvieh= in ſo ſern es angeht-- der ſtrengen und beſtändigen Stallfütterung zu unterwer- fen, das, was jeder rationelle und denkende Land- wirth den Umſtänden gemäß eiſrigſt unternehmen wird.

5. 6.

Wenn nun Jemand mit einem beſtimmkett Kapi- tale ſic) der Landwirthſchaft widmen wollte, ſo hätte er im erſten Falle den bey weitem großten Theil deſ- ſelben auf den Ankauf eines Landguts in möglichſt größter Extenſion zu verwenden, und nur ſehr wenig für die dringendſten und durchaus unausbleiblichen Arbeiten zurüFzubehalten 3; im andern Falle aber hät- te er ein möglichſt kleines Landgut anzukaufen, nicht. nur darum, weil unter ſolchen Umſtänden die Land- güter theuer zu ſeyn pflegen, ſondern auch, und zwar vorzüglich, deswegen, weil er bey ſolchen Verhält- niſſen für die manigfaltigen Arbeiten, die unter Fkei- nem Vorwande unterlaſſen werden dürſen, immer ein großes diſponibles Kapital in Händen haben muß.

Erſtere Methoden zu wirthſchaften nennen wir mit Thaer extenſive, lekßtere aber intenſive