Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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Unterthanen zu leiſtenden Frohndienſte oder Robot- tenz verſchiedene Serviiuten, die der Landwirtb ent- weder gegen andere auszuüben das Recht hat, oder denen er von Rechts wegen ſelbſt unterliegt, u. ſ. w-

Da nun ein Landgut, wie hieraus ſchon zu er- ſehen iſt, aus ſehr vielen und verſchiedenartigen Thei- len beſtehen kann, und wirklich meiſt beſteht, ſo iſt es von ſelbſt klar, daß der leßpte ZweX alles land- wirthſchaftlichen Treibens(der größtmöglichſte reine Gewinn) unmöglich anders erreicht werden könne, als wenn daſſelbe auf die möglichſt beſte Art und Weiſe verwaltet wird.

Dieſe beſte und zwe&>gemäßeſte Verwaltung aber iſt wieder nur dann möglich, wenn das Landgut zu» vor ſowohl im Ganzen als in allen ſeinen Theilen aufs möglichſt beſte und zweFXgemäßeſte organiſirt worden, ſo das der Verwaltung nicht nur durch übel berechnete, unzweF&mäßige, und Reibung verurſachen-

äber in den übrigen Provinzen der öſterr. Monarchie. In Oeſtreich z. B. iſt faſt kein Landgut, das nict an andere Gutsherrn Zehend zu entrichten hätte ,/ ſo wie es wieder meh- rentheils das Recht hat- von andern Orten her Zehend zu be- ziehen. Für Nichtungarn habe ich an dieſem Orte no< zu bes merken, daß der Zehend bey uns urſprünglich bloß ein Recht der Geiſtlichkeit iſt, und daß ihn mehrere Güterbeſißer nur Kraft alter Verträge mit der Geiſtlihkeit, und bloß pahtwei- ſe von ihren reſpectiven Unterthanen zu erheben das Recht haben 3; wogegen die Erhebung des Neuntels(ſo wie an mans- <Hen Orten des Ahtels, oder einer andern Quote) immer ur- ſprünglich ein qutsherrliches Recht iſt, welches mit den Reh- ten der Geiſtlichkeit nichts gemein hat, Im Banate jedoch iſt der Zehend, wie anderwärts das Neuntel 9e. guts herrlich, ſo wie er die einzige Quote iſt, die alda bezogen wird.