Teil eines Werkes 
4 (1824)
Entstehung
Seite
222
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lange meſſerſpißenweiſe hinein, bis fein Aufbraufen nicht erfolzt, und ſich nichts mehr auſlöſt; auch bis ein Stück- hen hineingetauchtes Lakmuspapier nicht mehr roth gefärbt wird. Wiegt man nun die übrig gebliebene Kreide, ſo kann man erfahren wie viel die Säure davon aufgelöſt hat; z- B. man legte ſich ein Quent<hen(== 60 Gran) gepülverte Kreide hin, ſchüttete nun in 1 Loth mit gleichen Theilen Waſſer verdünnte Salzſäure ſo lange davon hinein, bis dieſe geſättigt war, und es blieben noc<h 20 Gran Kreidepulver zurück, ſo hatte natürlich das 1 Loth Säure 40 Gran kohlenſauren Kalk aufge- löſt.== Will man nun den Kalkgehalt eines Bodens

wiſſen, ſv macht man es eben ſo, wiegt ſich Nämlich: 1 Loth, höchſtens 2 Loth von. dieſer Säure ab, verdünnt

dieſe mit Waſſer, wiegt ſich ferner ungefähr 1 Loth (= 240 Grän) des vorher genau getrockneten Bodens oder Mergels ab, und ſchüttet nun ſs lange meſſer» ſpißenweiſe davon hinein, bis kein Aufbrauſen mehr erfolgt, man wiegt nun den Boden wieder, und findet z- B. nom 40 Grän, es wurden alſs 200 Gr. ver- braucht, um 1 Loth Säure zu ſättigen, und man weiß nun, daß in 200 Gran des Bodens 40 Gran kohlen-= ſaurer Kalk(== 20 Pct.) enthälten ſind, denn ſo viel Kreide(oder kohlenſaurer Kalk) war nöthig, um 1 Loth Säure zu ſättigen.= Au dieſe Methode iſt freylich nicht ganz genau, aber für einen Landwirth, der nur ſeinen Boden, oder einen Mergel ſchäzen will, iſt fie gewiß befriedigend.

Bey beyden angegebenen Berſahrungsarten muß ich aber einige Borſichtömaaßregeln empfehlen; a.) Man

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