folglich bey gewöhnlichem AFer ungemein vielen Dünger, ohne jedoch demſelben, wie ſolches die Futtergewächſe und Hülſenfrüchte, ja ſelbſt die Getreidearten zum Theil thun, auch nur das Geringſte von entzogener Nahrung wieder zu geben; 2.) erfordern ſie,(wenn auch nicht alle in gleichem Gräde, doch die meiſten) und zwar unum- gänglich, in ihrer Beſtellung und Behandlung eine Auf- merkſamkeit und Pünktlichkeit, und eine Menge von Handarbeit, welche jener bey, der Gartenkultur ſchr nahe Fommt, und daher wohl immer eine verhältnißmäßige Bevölkerung vorausſeket.
Hat man daher einen überaus nahrungsreichen, großentheils aus Humus beſtehenden Boden, wie dieß z« B« bey uns in einigen wenigen beſonders geſeegneten Ge- genden, an der Theiß und im Banate der Fall iſt; hat man einen großen Uiberfluß an üppigen Wieſen, oder eine ſtarke auf Branntweinbrennerey oder Bierbrauerey geſtüßte Maſtung, und kann man folglich ohne auf dem Acker Futter zu bauen, auf eine größe Menge guten Düngers ſicher rechnen; iſt man in dem Falle ſich, dert möthigen Dünger etwa aus großen und volkreichen in der Nachbarſchaft gelegenen Städten zu billigen Preiſen mit Sicherheit verſchaffen zu können; und iſt man rückſicht- ſich der Bevölkerung, mit völliger Gewißheit im Stande dieſen Gewächſen die zu ihrem Gedeihen erforderliche Pünktlichkeit und ſcruptilöſe Genauigkeit in deren Pflege und Behandlung immer zur gehörigen Zeit wirklich an- gedeihen zu laſſen; ſo kann man allerdings nichts Zwek= mäßigeres, nichts Einträglicheres, nichts in höherem
Grade Lohnendes unternehmen, als den Nnbau dieſer,
nach Klima und Ortsverhältniſſen zweckmäßig gewählten


